Forstwirtschaft in Slovenien und Anstalt für  Wälder Sloweniens

Slowenien ist ein kleiner mitteleuropäischer Staat. Die Wälder bedecken 53% der gesamten Fläche. Somit ist Slowenien eine  von maist bewaldetten Länder Europas. Die  Forstwirtschaft in Slowenien hat eine fast dreihundert Jahre lange Tradition die mit Wald-ordnungen im 17. Jahrhundert begonnen hat.

Waldbesitzer in Slowenien sind der Staat, Privatpersonen, Unternehmen, Ortsgemeinschaften, Kirche und Waldgemeinschaften.

Das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten  in der slowenischen Regierung sind für die Forstwirtschaft zuständig. In Ljubljana gibt es auch ein Forschungsinstitut für Forstwirtschaft, und eine Fakultät, die sich um die Ausbildung von neuen Forstkräften kümmert.

Das jüngste  Forstgesetz wurde am 25 Juni 1993 im slowenischen Parlament verabschiedet und stellte so die Grundlage für die Schaffung des öffentlichen Forstdienstes. Dieser nahm am 1. Mai 1994 seine Tätigkeit auf. Organisiert ist er in der  Anstalt für Wälder Sloweniens.

Das Fällen, Rücken und der Holztransport werden von Forstbetrieben und Waldbesitzern durchgeführt. Forstbetriebe arbeiten meistens in staatlichen Wäldern.

Die Einhaltung der Forstgesetze  kontrolliert die Forsstaufsicht, die dem Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten untersteht. Für die Verletzung des Forstgesetzes sind Geldstrafen vorgesehen. Die häufigsten Verletzungen des Forstgesetzes sind:

 

Fällung ohne VerwaltungserlassFällung ohne Berücksichtigung der im Verwaltungserlass enthaltenen  Vorschriften.

Anstalt für Wälder Sloweniens 

Das Forstamt (AWS) ist zentral organisiert und hat seinen Hauptsitz in Ljubljana.  Weiters gibt es in Slowenien 14 AWS-Regionaleinheiten, die in Lokaleinheiten unterteilt sind. Die Regionaleinheit Maribor besteht aus 8 Lokaleinheiten. Das Forstamt ist in allen Wäldern tätig ungeachtet dessen, wem der Wald gehört.

Die Hauptaufgaben des Forstamtes sind: 

 

Das öffentliche Interesse über die Nutzung und Verwaltung der Wälder zu stärken,Das Interesse der Allgemeinheit und der Waldbesitzer auszugleichen,Waldbesitzer zu beraten,Die Lage und Entwicklung des Waldes zu verfolgen,Den Forstschutz zu sichern,Die Errichtung und Pflege von Waldwegen zu lenken,Baum- wald- und strauchartige Setzlinge bereitzustellen,Die von Waldbesitzern gefertigten Arbeiten zu überprüfen, Falls diese teilweise   durch das Budget finanziert wurden.

Aufgrund dieser Hauptaufgaben besitzt das Forstamt notwendigen Daten und Berichte und ist damit beauftragt, sie immer wieder aufs neu zu erstellen. Das Forstamt ist für die Ausarbeitung von Forstwirtschaftsplänen, Waldbauplänen  und Jagdzuchtplänen zuständig.

Eine der Aufgaben des Forstamtes ist auch die Popularisierung der Wälder und Forstwirtschaft in der Öffentlichkeit. Zu diesem Zweck werden sogenannte Waldlehrpfade errichtet, durch die die AWS-Angestellte Gäste führen. Die meisten Gäste auf diesen Wegen sind Grundschulkinder.

Das AWS bereitet auch die Vorträge über die Umwelt und Probleme im Wald vor.

Die wichtigsten Ziele des AWS sind, das Gleichgewicht zwischen der Natur und dem Menschen herzustellen, den Wald gesund zu erhalten und die Fähigkeit der Wälder zur Erfüllung ihrer Sozial -  (z.b. Erholungs- Fremdenverkehrs-und estetische ), und Schutzfunktion ( z.b. vor der Erosion ) zu steigern. Das AWS bemüht sich auch das Gleichgewicht zwischen den Waldtieren und dem Wald aufrechtzuerhalten.

Zur Erreichung dieser Ziele ergreift das AWS möglichst umweltfreundliche Massnahmen.